das neue frankfurt 1926–1931

»Neu« – damit verbinden sich Vorstellungen von »jung«, »zeitgemäß«, »progressiv« und Ähnlichem. Diesen Assoziationen folgten auch Herausgeber und Mitarbeiter einer Zeitschrift, die vor allem Projekte des kommunal-politischen Programms »Das Neue Frankfurt« vorstellte. Das Periodikum verstand sich als Teil des internationalen Diskurses um neues Bauen und neue Gestaltung, hervorgegangen aus einer »Neuen Sachlichkeit«, deren Maßstab »form follows function« (L. H. Sullivan, 1890) war.

 

Neben dem Bauhaus als experimenteller Lehrstätte war das »Neue Frankfurt« das erste umfassende städtebauliche und soziale Programm dieser Art. Dabei war es einer Konstellation günstiger Umstände zu verdanken, dass es gerade in Frankfurt mittels eines Netzwerkes von Politikern, Architekten, Technikern, Künstlern und Designern unter der Leitung von Ernst May (Hochbau-Dezernent) und Fritz Wichert (Direktor der Kunstgewerbeschule) zu einem der international bedeutendsten Projekte der »klassischen Moderne« kam.

 

Der Zeitschrift »Das Neue Frankfurt« kam die Aufgabe zu, die neuen Formen des Bauens, Wohnens und kulturellen Lebens gegenüber der Öffentlichkeit in populärem Gewand zu propagieren. Dazu trug bereits der äußere Eindruck bei, so etwa das ungewöhnliche quadratische Format, die starken Lineaturen sowie die vielfach als Bildcollagen gestalteten Titelseiten.

 

Quelle: stadtgeschichte-ffm.de​

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